Führungsprinzipien – Teil 2: Dienen

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09_Teil2Führung falsch definiert
Wie würden Sie Führung definieren? Was sind die Begriffe die oft damit in Verbindung gebracht werden? Nach dem Lexikon ist es „die Ausübung von Autorität und Macht. Sie hat die Aufgabe, Orientierung zu schaffen, Koordinierungs- und Steuerungsleistungen zu erbringen, zu kontrollieren und Verantwortungspflichten zu übernehmen.“ Das ist der erste Punkt der im Denken umgedreht werden darf.

Rückblick

Im letzten Artikel ging es darum, das der Auftrag einer Führungskraft noch größer ist, als die Firma gut zu führen. Es geht vielmehr darum Andere größer zu machen und etwas zu schaffen das bleibt, selbst wenn die Führungskraft selbst in Rente geht. Hier finden Sie nun das erste Prinzip, das ihnen hilft, solch eine Kultur auch umzusetzen.

Erster Bürger

Der erste Punkt wenn Sie demnächst an Führung denken, sollte Dienen sein, oder eine Dienstleistung erbringen. Diesen Anspruch findet sich schon in der Geschichte. Beim König, der als „erster Bürger“ im Staat betrachtet wurde und der seinen Untertanen dienen sollte, indem er alles tun sollte, mit allen Mittel, was seinen Untertanen diente. An der Umsetzung scheiterte es wohl noch, aber der Blick war richtig.

Laufen Sie sogar noch einen Schritt zurück. Denn es geht darum soweit zu dienen, dass sie selbst einen Schritt zurücktreten und am Ende einer Aufgabe die Mitarbeiter sagen „Wir haben es selbst geschafft“ (nach dem chinesischen Philosoph Lao-Tse).

Mitarbeiter größer machen

Was bedeutet es konkret eine dienende Grundhaltung zu haben?
Bei den Mitarbeitern geht es darum, sie größer zu machen, genau wie im letzten Kapitel beschrieben. Zu überlegen, sich hineinzuversetzen und nachzufragen, was der Mitarbeiter braucht, wie Sie ihn bei einer Aufgabe unterstützen können. Was ihm vielleicht allgemein auf der Arbeit fehlt, was ihm Schwierigkeiten bereitet, wohin er sich weiterentwickeln möchte und dann dienend genau an diesen Punkten unter die Arme zu greifen.

Kunden größer machen

Auf der anderen Seite dienen Sie aber auch dem Kunden. Das ist eigentlich der ursprüngliche Sinn einer Organisation. Überlegen Sie nicht wie sie ihre Produkte oder Dienstleistungen besser verkaufen können, sondern was ihr Kunde braucht um erfolgreicher zu sein. Welche Vorteile oder Schwierigkeiten begegnen ihm im Alltag oder mit dem Produkt und was können Sie daran ändern? Es geht darum sein Unternehmen zu benutzen anderen zu dienen und nicht, dass das Unternehmen ihnen dient.

Das ist verrückt

Das zu hören erscheint oft als ziemlich verrückt. Es gibt einige die sagen „Mitarbeiterentfaltung schön und gut“, aber der Zweck der Organisation ist es doch langfristig Existenzen und Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern und dazu ist eben ein finanzieller Gewinn nötig. Das Denken ist nicht falsch aber die Grundhaltung sollte eine andere sein. Und um Außergewöhnliches mit dem Unternehmen erreichen zu können, muss man Schritte mehr gehen.

Ein Pferd

Es meint auch nicht, sich gutgläubig ausnutzen zu lassen, sondern die Bedürfnisse des Anderen genauso ernst zu nehmen wie die eigenen. Es sind zwei Seiten vom Pferd, die anderen nur benutzen oder sich benutzen lassen und somit auch Selbstständigkeit im Weg zu stehen. Wenn es aber gelingt, kann es die Produktivität in Ihrem ganzen Unternehmen um das 50-fache steigern.

Mut und Größe

Natürlich setzt es Mut und Größe voraus selbst in den Hintergrund zu treten und Anderen zu dienen. Immer Angst davor zu haben, zu kurz zu kommen, produziert aber die gleiche Haltung bei den Mitarbeitern. Entwickeln Sie lieber eine dienende Haltung.

 


Weitere Teile

Führungsprinzipien –
Teil 1
Teil 3: Verantwortlich sein
Teil 4: Resultate
Teil 5: Menschen=Potenzial
Teil 6: Lernbar
Teil 7: Die vernachlässigte Dimension Teil a und Teil b

 

 

6 Gedanken zu „Führungsprinzipien – Teil 2: Dienen

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