Führungsprinzipien – Teil 7b: Die vernachlässigte Dimension

7bKlima/ Atmosphäre/ Geist in einem Unternehmen

In jeder Firma herrscht ein bestimmtes Klima, Atmosphäre, Geist oder wie immer sie es nennen wollen, bestimmt durch Werte und Haltungen. Maßgeblich beeinflusst wird dies durch die Führungskraft. Das kann entweder konstruktiv oder destruktiv sein. Das Klima beeinflusst welche Erfahrungen, die Mitglieder vorrangig sammeln. In manchen herrscht ein Verwaltungsgeist mit lähmender Bürokratie oder ein Klagegeist.  Haltungen in einer Organisation schaffen eine Atmosphäre, in der alle Beteiligten die entsprechenden Erfahrungen machen.

Das Problem

Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Menschen unter dem vorherrschenden Geist eine entsprechende Haltung entwickeln, bei der, Kompetenzen gar nicht erst angewandt wird und Sachwissen nur in der notwendigsten Minimaldosis eingesetzt wird. Der Mensch bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten. Sachwissen und Metakompetenzen liegen im Gehirn unter den Haltungen. Wenn die Haltungen stimmen, werden auch die anderen Bereiche folgen und Potenzial entfaltet.  (Modell der 3 Ebenen des Lernens aus dem letzten Teil)

 


 

Stellen Sie sich diese drei Fragen als Führungskraft:

1, Was für ein Geist herrscht in meiner Organisation?

2. Was kann ich tun, damit sich eine Geisteshaltung, Klima entwickelt, das Potenzialentfaltung ermöglicht?

3. Was kann ich als Führungskraft tun, um die Heranbildung gesunder Haltung bei einem Menschen zu fördern?

 


 

Zeitlose Werte

Das deutsche Wort Wert hängt eng mit dem Wort Würde zusammen.  Das englische Wort „values“, kommt vom lateinischen von „valere“, das bedeutet: „gesund sein, sich wohl befinden, etwas gelten und Wert haben.“ Ein sehr passende Bedeutungen für das, um was es geht.  Charaktereigenschaften oder eben Werte, passend wären auch Kardinaltugenden, wie sie bei Studien als besonders wichtig herauskamen wie: Klugheit, Mut, Gerechtigkeit, Maß halten.

Aber

Nur den Charakter zu fördern und zu denken, der Rest wird folgen ist eine falsche Annahme. Jedes Mal, wenn die Haltung vorbildlich ist, aber Kompetenzen fehlen, bleiben die Ergebnisse ebenso deutlich unter ihren Möglichkeiten. Ergebnis ist oft sogar ein Burnout. Denn es fehlen die Werkzeuge, um das, wofür das Herz schlägt und die richtige Haltung vorhanden ist, effektiv umzusetzen. Bei alleiniger Konzentration auf Kompetenz geht das Menschliche verloren. Es entsteht eine Diskrepanz, zwischen dem was wir tun und wer und wie wir sind. Diese Diskrepanz wird als Arroganz empfunden. Es ist ein Zusammenklang mehrere Dimensionen wichtig, wie immer wieder anklang.

Rückblick

Hier noch einmal für das Gedächtnis die Schlagworte, für die Dimensionen, die zusammen arbeiten für eine wirksame Führungskompetenz, aus allen bisherigen Teilen zu Führungsprinzipien.

  • Ergebnisse
  • Menschen
  • Kompetenzen
  • Haltungen

 

In dem nächsten Teil kommen wir zum aller letzten Führungsprinzip: Die Authentizität. Erfahren Sie, warum es auch als eines der tiefsten psychologischen Bedürfnisse gesehen wird.

 


 

Weitere Teile

Führungsprinzipien –
Teil 1
Teil 2: Dienen
Teil 3: Verantwortlich sein
Teil 4: Resultate
Teil 5: Menschen=Potenzial
Teil 6: Lernbar
Teil 7a: Die vernachlässigte Dimension

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