King Arthur, der inspirierende Teamleiter – Exzerpt

KingWeshalb eigentlich ein Team?

Das Wort „Team“ ruft zwei entgegengesetzte Gefühle in mir hervor. Zum einen denke ich dabei an einen Freundeskreis, ein Zuhause, eine Reisegesellschaft und an eine geschlossene Einheit, die auch herausfordernde Aufgaben bewältigen kann.

 

Andererseits denke ich dabei an Gefühle wie Ohnmacht, Gejammer, an Worte wie ‚Last‘ und ‚Frustration‘. Wie kann es sein, dass ein Team sowohl der Himmel auf Erden sein kann, als auch eine echte Hölle?

In den Achtzigern und Neunzigern war Teamwork das heiße Thema. Wir alle schworen auf die großen Vorteile der Teamarbeit. Der Slogan war: 1+1=3. Das Wort ‚Synergie‘ kannte einen Höhepunkt, vergleichbar mit modernen Begriffen wie ‚Tribes‘ und ‚autonome‘ Teams.

Rund um das Jahr 2000 folgten die ersten alarmierenden Berichte aus der Praxis. Die Universitäten Utrecht und Heidelberg veröffentlichten damals die ersten empirischen Studien über die Konsequenz der Implementierung des Teamwork-Prinzips. Zehn Jahre nach der Umsetzung hieß es, viele der Teammitglieder seien jetzt weniger produktiv, weniger innovativ und öfter krank als Professionals, die allein arbeiteten (dabei gab es natürlich auch Ausnahmen – Teams mit ausgezeichneten Resultaten).

Da höre ich direkt die Team-Fanatiker ‚ja aber‘ rufen! Na klar, ein Team kann auch produktiver, innovativer und gesünder sein, aber dies passiert nicht automatisch, wenn eine Gruppe Professionals ein Team bildet. Der Anfang eines Teams ist in der Tat oft motivierend; ein Team auf ein hohes, produktives und gesundes Level zu bringen und dieses zu halten ist jedoch eine ganz andere Sache. Dia ist eine wahre Kunst!

Jede Kultur ein anderes Team?

Glücklicherweise stehen uns mittlerweile zahlreiche Studien zur Verfügung, die uns einiges über das Thema Teambuildung lehren. Natürlich benötigt ein gesundes und erfolgreiches Team in Frankreich einen anderen Fokus als ein Team in Holland, Deutschland, Singapur oder Indonesien. Außerdem arbeiten Teams im Businessbereich anders als Teams im Gesundheitswesen und Teams in nichtstaatlichen Organisationen wiederum anders als Sportteams. Darüber hinaus liegen die Prioritäten heute oft anders als vor zehn Jahren (2005 sah die Welt noch komplett anders aus). Um das Ganze weiter zu komplizieren: immer mehr Teams bestehen sowohl aus Baby-Boomern (55-70 Jahre), als auch aus Teammitgliedern, die gerade erst 20-35 Jahre alt sind (Generation Y). Dies ist ein schönes und aktuelles Beispiel dafür, dass auch die Teammitglieder selbst einen unterschiedlichen Fokus brauchen.

Heißt das jetzt, dass es gar keine mehr oder weniger universellen Teamkompetenzen gibt? Natürlich nicht! Menschen, die zusammen arbeiten müssen oder dürfen, haben alle Grundbedürfnisse wie:

  • die Möglichkeit zu haben, eigene Talente einzusetzen,
  • im eigenen Fachgebiet weiter zu wachsen
  • innerhalb des Teams einen würdigen Platz zu finden
  • persönliche und produktionsorientierte Wertschätzung zu bekommen
  • im Beitrag an etwas Größerem Sinngebung zu erfahren

King Arthur – der inspirierende Teamleiter

Schon seit etwa 1500 Jahren wird über die Legende von King Arthur erzählt, geschrieben, gesungen, gedichtet, gemalt und geträumt. Über den König, der das stark gespaltene Britannien des fünften Jahrhunderts wiedervereinte und eine völlig neue Art von Gesellschaft einführte. Der König, der 150 Ritter an einem Runden Tisch vereinte, zusammen mit ihnen Camelot schuf und Tugenden wie Vertrauen, Integrität, Disziplin und Weisheit wiederbelebte.

Auch als Teamleiter regt er unsere Vorstellungskraft an, gerade jetzt im 21. Jahrhundert, mitten in unserer post-post-modernen Lebenseinstellung und in unserem Bedürfnis nach einem gesunden Mix zwischen Individualität und Kollektivität. Wir wollen gerne einen wirklich einzigartigen Beitrag liefern und gleichzeitig Teil eines starken und inspirierenden Teams sein.

Es sind buchstäblich tausende Bücher über King Arthur geschrieben worden, wobei es noch immer nicht völlig klar ist, wer der ‚echte‘ King Arthur denn wohl war. Höchstwahrscheinlich sind die Legenden tatsächlich basiert auf einen Mann, der zwischen 480 und 550 n. Chr. gelebt hat. In den letzten Monaten habe ich verschiedene dieser Bücher gelesen um den Kern seiner einzigartigen Teamführung zu entdecken.

Die Geschichte des King Arthur handelt über seine Person als Mann, König, Gewinner, aber auch als Verlierer. Sie bietet nicht unbedingt ein ‚Happy End‘ und erzählt uns auch einiges über das menschliche Elend, Enttäuschungen und den Alltag. Meine Geschichte über King Arthur konzentriert sich auf seinen besonderen Stil als Teamführungskraft. Eine Geschichte, die sich zu lesen lohnt! Hier schon mal ein paar Fragen, einfach um in Stimmung zu kommen: Stellen Sie sich vor, Sie werden zum 1. Januar des kommenden Jahres zum Bürgermeister Ihrer Stadt gewählt:

  • Wie würden Sie sich ab jetzt darauf vorbereiten?
  • Welche Leute würden Sie unbedingt in Ihr Team holen?
  • Was wäre die drei wichtigsten Punkte Ihrer Politik für das nächste Jahr?

Angaben zum Buch

King Arthur – Der inspirierende Teamleiter
Paul Ch. Donders
xpand Edition
9,80€, 71 Seiten
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